Beschreibung
Das Castello Monforte ist das Wahrzeichen von Campobasso: ein mächtiges steinernes Viereck auf dem Gipfel des Hügels, der die Stadt überragt, auf etwa 790 Metern Höhe. Von dort oben siehst du ganz Molise und noch weiter.
Benannt ist es nach Graf Nicola II. Monforte, genannt Cola, der es 1458 nach dem Erdbeben von 1456 wieder aufbaute. Eine Burg gab es schon vorher: Eine Urkunde von 1375 erwähnt sie, und auf dem Hügel sind Spuren samnitischer Mauern erhalten.
Der Lohn für den Aufstieg ist die Panoramaterrasse, die du über eine schlichte Treppe erreichst. Der Blick schweift von den Tälern des Biferno, des Trigno und des Fortore bis zur Majella, zu den Bergen des oberen Molise und zu den gelben Hügeln Apuliens.
Von oben lässt sich auch die Stadt lesen: die Altstadt, die sich fächerförmig den Hang hinabzieht, die Reste der oskisch-samnitischen Mauern und ringsum ein Kranz kleiner Dörfer.
Von außen wirkt die Burg streng wie eine Festung: guelfische Zinnen entlang der gesamten Mauerkrone, Fenster so klein, dass man sie mit den Schießscharten verwechselt, und ein hoher rechteckiger Turm, der alles überragt.
Über dem alten Eingang, der zur Stadt zeigt und heute nicht mehr benutzt wird, sind Spuren der Zugbrücke und das Wappen der Monforte erhalten: ein Kreuz, umgeben von vier Rosen. Das Innere dagegen ist sehr karg.
Die Burg entstand eher für den Krieg als für das Hofleben. Cola Monforte verband sie mit einem Ring aus Mauern und Türmen, der den Hügel hinablief, und schuf so eine echte befestigte Zitadelle: Teile davon sind in der Altstadt noch zu sehen.
Im 18. Jahrhundert wurde sie aufgegeben und diente als Gefängnis, das mehrmals von Briganten gestürmt wurde. 1936-1937 wurde sie wiederhergestellt; damals richtete man in zwei Sälen eine Gedenkstätte für die Kriegsgefallenen ein.
Unter der Burg erstrecken sich unterirdische Räume, so groß wie das Gebäude selbst. Wozu sie dienten, weiß man nicht: vielleicht als Zisternen, Gefängnis oder Zuflucht. Eine Zelle im Verlies war mit Sicherheit ein Kerker, und jahrhundertelang nannten die Leute sie die Folterkammer.
Von dort, so glaubt das Volk, führte ein heute zugemauerter Geheimgang den Hügel hinab bis zur Porta Sant'Antonio Abate. Ein anderer soll der Überlieferung nach als Fluchtweg aus der Stadt hinaus bis zum Hügel von San Giovannello geführt haben.
Rund um die Burg zeichnet am Hang der Park der Via Matris die Stationen des Kreuzwegs zwischen den Bäumen nach.
Nicht verpassen
• Die Panoramaterrasse.
• Die guelfischen Zinnen und der Turm.
• Das Wappen der Monforte.
• Die unterirdischen Räume.
Schon gewusst?
• Im Turm befindet sich die Wetterstation der italienischen Luftwaffe: Mit 808 Metern ist sie eine der höchstgelegenen Italiens.
• 2012 kam die Burg auf eine silberne Fünf-Euro-Münze der Serie „Italia delle Arti“.
Benannt ist es nach Graf Nicola II. Monforte, genannt Cola, der es 1458 nach dem Erdbeben von 1456 wieder aufbaute. Eine Burg gab es schon vorher: Eine Urkunde von 1375 erwähnt sie, und auf dem Hügel sind Spuren samnitischer Mauern erhalten.
Der Lohn für den Aufstieg ist die Panoramaterrasse, die du über eine schlichte Treppe erreichst. Der Blick schweift von den Tälern des Biferno, des Trigno und des Fortore bis zur Majella, zu den Bergen des oberen Molise und zu den gelben Hügeln Apuliens.
Von oben lässt sich auch die Stadt lesen: die Altstadt, die sich fächerförmig den Hang hinabzieht, die Reste der oskisch-samnitischen Mauern und ringsum ein Kranz kleiner Dörfer.
Von außen wirkt die Burg streng wie eine Festung: guelfische Zinnen entlang der gesamten Mauerkrone, Fenster so klein, dass man sie mit den Schießscharten verwechselt, und ein hoher rechteckiger Turm, der alles überragt.
Über dem alten Eingang, der zur Stadt zeigt und heute nicht mehr benutzt wird, sind Spuren der Zugbrücke und das Wappen der Monforte erhalten: ein Kreuz, umgeben von vier Rosen. Das Innere dagegen ist sehr karg.
Die Burg entstand eher für den Krieg als für das Hofleben. Cola Monforte verband sie mit einem Ring aus Mauern und Türmen, der den Hügel hinablief, und schuf so eine echte befestigte Zitadelle: Teile davon sind in der Altstadt noch zu sehen.
Im 18. Jahrhundert wurde sie aufgegeben und diente als Gefängnis, das mehrmals von Briganten gestürmt wurde. 1936-1937 wurde sie wiederhergestellt; damals richtete man in zwei Sälen eine Gedenkstätte für die Kriegsgefallenen ein.
Unter der Burg erstrecken sich unterirdische Räume, so groß wie das Gebäude selbst. Wozu sie dienten, weiß man nicht: vielleicht als Zisternen, Gefängnis oder Zuflucht. Eine Zelle im Verlies war mit Sicherheit ein Kerker, und jahrhundertelang nannten die Leute sie die Folterkammer.
Von dort, so glaubt das Volk, führte ein heute zugemauerter Geheimgang den Hügel hinab bis zur Porta Sant'Antonio Abate. Ein anderer soll der Überlieferung nach als Fluchtweg aus der Stadt hinaus bis zum Hügel von San Giovannello geführt haben.
Rund um die Burg zeichnet am Hang der Park der Via Matris die Stationen des Kreuzwegs zwischen den Bäumen nach.
Nicht verpassen
• Die Panoramaterrasse.
• Die guelfischen Zinnen und der Turm.
• Das Wappen der Monforte.
• Die unterirdischen Räume.
Schon gewusst?
• Im Turm befindet sich die Wetterstation der italienischen Luftwaffe: Mit 808 Metern ist sie eine der höchstgelegenen Italiens.
• 2012 kam die Burg auf eine silberne Fünf-Euro-Münze der Serie „Italia delle Arti“.